Susi’s kleine
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Um eins vorweg zu nehmen: Die Rolle, die Alex nicht spielen kann, muß wahrscheinlich erst noch erfunden werden! Irgendwelche Musical-Magazine und Inlets von Programm-Heften würden jetzt wahrscheinlich eine Aufzählung mit "Falsettos" und "Into the Woods" beginnen, aber das soll  ja hier kein müder Abklatsch werden, sondern mein ganz persönliches "Dankeschön" an Alex. Ein "Dankeschön" für viele schöne Stunden im Theater. Seine komplette Biografie würde mich eh nur wieder darauf aufmerksam machen, was ich schon alles verpasst habe...

Alleine die Tatsache, daß ich ihn als ''Alfred' in "Tanz der Vampire" verpasst habe, ärgert mich nämlich schon tierisch genug!!! Einmal Für Sarah" live von Alex hören, dafür hätte ich lange Zeit schon fast einen Mord begehen können...


Aber lassen wir das. Meine erste Begegnung mit Alex habe ich Trottel nämlich erstmal gar nicht richtig wahrgenommen. Das war im April '99 in Düsseldorf auf dem Weg zum Capitol-Theater, wo ich mir "RENT" angucken wollte. Ich war total in Gedanken, als ich endlich mal den Typen wahr nahm, der da mindestens schon seit der letzten Ampel knapp vor mir her lief. Bis ich endlich gerafft habe, daß das einer von den Typen war, die mir doch gleich bei "Wetten, dass...?" aufgefallen waren, war der gute Alex natürlich längst im Theater verschwunden...

"RENT" hat mich dann gleich total begeistert, und Alex als 'Mark' ebenso.  Leider, leider, leider fiel aber schon im Januar 2000 in Berlin der letzte Vorhang für dieses Stück (ich vermisse es heute noch) und ich hatte überhaupt keine Idee, wo Alex abgeblieben war.


Es dauerte eine ganze Weile, bis ich ihn bloß durch einen Riesen- Zufall beim "Kleinen Horrorladen" in Duisburg wiederfand. Aus der einen geplanten Vorstellung, die ich sehen wollte,  wurden dann schnell 26. Es wären auch noch mehr geworden, wenn das Stück nicht nur von Juni bis September gelaufen wäre.

Immerhin konnte ich mir als nächstes endlich mal "Saturday Night Fever" ansehen. Das hatte ich schon lange vor, aber damit der Plan in die Tat umgesetzt wurde, musste halt erst der richtige 'Frank Manero jr.' ein kurzes Gastspiel geben...


Ab Oktober '00 mußte ich dann befürchten, daß ich mich selbst in einen kleinen grünen Drachen verwandele, denn Alex ging zu "Tabaluga". Hatte ich das Stück vorher schon ca. 5 oder 6 mal gesehen und beschlossen "Das reicht jetzt", wurde ich von Herrn Melcher eines Besseren belehrt. Zuerst musste ich ca. drei Monate lang einsehen, daß der 'Kratermann' ja doch ganz interessant sein kann, und schließlich bekam die Rolle des 'Magiers' Alex' eigenen Stempel aufgedrückt. Um eine sofortige Einweisung ins Irrenhaus zu vermeiden, erwähne ich dann lieber nicht, wie oft ich "Tabaluga" dann letztendlich gesehen habe... Aber an dieser Stelle auch nochmal ein ganz liebes DANKE! an die netten Mädels von der Theaterkasse, ohne sie wäre der ganze Wahnsinn da rein finanziell wohl gar nicht machbar gewesen!


Von Juli bis September '01 war Alex in Tecklenburg in "Jesus Christ Superstar" als 'Judas' zu sehen. Eigentlich hätte das Stück dort 'Judas Superstar' (oder so ähnlich) heißen müssen, denn Alex hat dem armen 'Jesus' gnadenlos die Show gestohlen. Übrigens war das die Zeit, in der ich beschloss, mit einer kleinen stümperhaften Fanpage für Alex an den Start zu gehen. Pünktlich zur 1. Show in Tecklenburg hatte Alex als Erster die (damalige) Adresse in der Hand.

"JCS" blieb Alex zunächst noch bis Januar '03  treu, allerdings wechselte er die Fronten und versuchte sich nun selbst als 'Jesus'. Seine Jünger  mussten nach St. Gallen pilgern, um ihn in dieser Rolle zu erleben. Was ich persönlich genau 15 mal getan habe (das entspricht zusammengerechnet  ca. 240 Stunden Zugfahrt, Verspätungen nicht mitgerechnet...), um diese Show insgesamt 22 mal zu erleben. Mir ist das Stück dort so richtig ans Herz gewachsen und überhaupt war's 'ne prima Zeit dort.

Von Januar bis Ende Mai 2002 war Alex außerdem in Holland auf der Bühne zu bewundern. Er hatte dort in "Tommy" die Rolle des 'Cousin Kevin' übernommen - eine Rolle, in der er sich so richtig schön austoben konnte, und das auch tat!!! Diese paar Monate gingen wirklich viel zu schnell vorbei. Und wer freiwillig darauf verzichtet hat, sich DAS anzuschauen, dem ist echt nicht mehr zu helfen!


Alex' nächste Musical-Aktivität war "Elisabeth" in Essen. Dort hat er von Oktober '02 bis Ende Juni '03 Abend für Abend als 'Lucheni' die Österreichische Kaiserin mit einer Feile niedergemetzelt. Auch in dieser Rolle war er natürlich absolut sehenswert - aber da ich mich mit diesem Stück nie wirklich anfreunden konnte, war ich  recht froh, als es vorbei war.


Nach fast einem Jahr Abstinenz von der Musicalbühne zog Alex dann von Ende Mai 2004 bis Ende August  ins Irrenhaus nach Hamburg: "Freak Out" hieß das mit vielen 70er Jahre Hits gespickte Stück. Alex spielte 'Detlef', der in der Klapse gelandet ist, nachdem seine Eltern totgetrampelt wurden, als sie für Karten  für ein Elton John - Konzert anstanden. Klingt zwar dramatisch, aber das Stück war wirklich superlustig!!!!!!!!!!!! Und auch hier muß ich mich wieder ganz herzlich für sooooo viel liebe Karten-Unterstützung beim Theater bedanken!


Ab Ende November 2004 spielte Alex den 'Galileo' im Queen - Musical "We Will Rock You". Bis Ende September 2008 konnte man ihn in dieser ihm scheinbar auf den Leib geschneiderten Rolle im Kölner Musical Dome erleben, ab November 2008 wechselte Alex mit dem Stück nach Stuttgart. An mir persönlich ging das Stück ziemlich vorbei, mit der Zeit hat es mich einfach nur noch genervt. Daran konnte auch eine zum Schluß ziemlich genau 1 Jahr dauernde, wenn auch nicht ganz freiwillige Besuchs-Pause nicht viel ändern, wie ich in der letzten Kölner Vorstellung feststellte. Überhaupt habe ich leider an die ganze Zeit in Köln nicht sehr viele schöne Erinnerungen. Nur ein paar, für die ich mich bei Alex selbst bedanke. Aber letztendlich ist ab da alles für mich einfach nur den Bach runter gegangen, was dann letztendlich gar in einer totalen Funkstille mit Alex endete. :,-(


Auf Alex' kleinen Abstecher zu "Carmen Cubana" in Kaunas/Litauen im Sommer 2008 mußte ich leider schweren Herzens verzichten. Ich wollte ja, hab mich dusselig und dämlich gesucht, Karten hätte ich auch buchen können - aber leider war nach Kaunas kein Hinkommen für mich. Und davon ab hatte ich Angst, daß ich in Litauen nicht alleine klarkomme. Manche Länder sind mir in dieser Hinsicht einfach zu unheimlich.... Deswegen taucht "Carmen Cubana" in der aus meiner Sicht geschriebenen Bio eben leider nur als "Ich wäre so gerne da gewesen" auf. Andererseits, als schwacher Trost: Ich kann dieses typische Salsa-Geklimper eh nicht ausstehen, davon werde ich aggressiv. Von der Musik her haben mir die Hörproben also schon völlig gereicht.


Eine willkommene Unterbrechung und Abwechslung von bzw. zu WWRY war dagegen im Sommer 2009 die Uraufführung von "Rockville", wo Alex die Hauptrolle des 'Brian Carr' übernahm. Karten hatte ich in dem Moment  gebucht, in dem ich von diesem Stück erfuhr.  Genau gesagt: Ich habe damals augenblicklich meine komplette Urlaubsplanung umgeschmissen, statt ein paar Tage in die skandinavische Gegend bin ich 4 Wochenenden hintereinander nach Amstetten / Österreich und 5 Wochenenden hintereinander nach München gefahren (und das zur Zeit des Oktoberfestes, stöhn!). Für die ungezählten Stunden Zugfahrt, die abenteuerlichen Hotels, die am Münchener Hauptbahnhof durchgemachten Nächte und das gnadenlose Pleitegehen (woran ich bis heute noch knabbere) wurde ich jedoch durch ein wirklich tolles, rockiges Musical entschädigt, das ich augenblicklich mindestens in meine persönlichen Top 5 -  Musicals aufgenommen habe. Vielleicht sogar auch in die Top 3. :-)  Und - und das war das wichtigste Ziel, das ich mir für die "Rockville"-Zeit gesetzt hatte - ich habe nach gut 1,5 Jahren wieder ein paar halbwegs normale Worte mit Alex gewechselt. Das war mir unheimlich wichtig.


Nach "Rockville" dann wieder zu WWRY zu gehen, empfand ich als ziemlich deprimierend. Ich hätte WWRY liebend gerne dauerhaft zu Gunsten des rockenden Schutzengels eingetauscht.

Allerdings trat Alex ab Ende März 2010 bei WWRY, das inzwischen von Köln nach Stuttgart umgesiedelt war, etwas kürzer, er gab die Erstbesetzung ab und spielte nur noch hin und wieder. Auch in Berlin, wohin das Stück im Oktober 2010 für 1 Jahr umzog. Alex' für mich größtenteils ungünstige Spieltermine in Verbindung mit einem sich inzwischen bei mir stur und treu eingenistet habenden Pleitegeier machten es mir dann auch noch zusätzlich schwer, Alex in der Hauptstadt zu sehen. 4 Fahrten = 5 Shows habe ich hinbekommen, und zumindest eine davon auch nur, weil ich da noch aus anderen Gründen in Berlin war.

Hauptsächlich das treue Pleitegeier-Haustierchen war es dann auch, das leider verhindert hat, daß ich zu Alex' letzter Show fahren konnte. Denn die hätte ich trotz meiner üblen WWRY-Allergie ja doch sehr gerne gesehen, um die ganze Sache für mich irgendwie richtig abschließen zu können. So hatte ich dann also plötzlich schon meine letzte WWRY-Show hinter mir, ohne es wirklich zu wissen. Aber na ja, in dieser meiner letzten Show hatte ich wenigstens nochmal meine komplette Wunschbesetzung auf der Bühne stehen, was bei Alex' letzter Show nicht der Fall gewesen wäre, das tröstet mich dann ja zumindest ein klein wenig.


Im April 2011 brach Alex als weitere willkommene Abwechslung nach Datteln aus, um dort in der Deutschen Erstaufführung von "tick, tick... BOOM!" den Musical-Komponisten 'Jon' zu spielen, der kurz vor seinem 30. Geburtstag und ebenso kurz vor dem großen Durchbruch steht. Hurra, dieses andere von Jonathan Larson ("Rent") geschriebene Stück wollte ich auch unbedingt mal sehen, und ich wurde nicht enttäuscht! Meine Probleme lagen eher darin, daß Jon's 3-0-Probleme gewaltig Öl ins Feuer meines eigenen im gleichen Jahr anstehenden 4-0-Problems gossen, und mir in Datteln wieder sehr deutlich wurde, wie sehr ich "die alten Zeiten" und den Kontakt mit Alex vermisste - und wie viele falsche Freundschaften auf meinem einstigen guten Draht zu Alex beruht hatten, und wie überflüssig meine ganze Arbeit hier mir der Webseite insgesamt geworden war....

Aber nichtsdestowenigerobtrotz war die Freude groß über die Meldung, daß "tick, tick... BOOM!" im Oktober und November 2011 noch einmal aufleben würde. Und nun ratet, wo ich tatsächlich den Tag meines 4-0-Problems verbracht habe... Ziemlich unspektakulär übrigens.


Damit mich aber mein Pleitegeierchen nicht verließ, nahm Alex zwischenzeitlich noch 2 weitere Engagements an. Erst einmal trat er im September 2011 seinen Job als der schachspielende Amerikaner 'Frederick Trumper' in der Bielefelder Produktion von "CHESS" an. 'Nach Queen nun also was von den Jungs von ABBA', war mein erster Gedanke dazu. Aber da für mich die beste Musik schon immer aus Skandinavien kam, und ich auch das wohl bekannteste Lied aus dem Stück, 'One night in Bangkok', schon immer sehr gern gehört hatte, war mir "Chess" zumindest schon mal von vornherein sympathischer. Ausgerechnet 'One night in Bangkok' war es dann aber, das mir in der Generalprobe erstmalig von Alex gehört wirklich überhaupt nicht gefiel, und ich ernsthaft dachte, das passt nicht zu ihm, in diesem Song hat er seinen Meister gefunden. Tja, falsch gedacht - ungefähr 2 Shows später gefiel es mir nicht nur besser, sondern mauserte sich bereits zu einer meiner persönlichen Lieblingsstellen des Stückes, von dem ich aber allgemein doch irgendwie keine richtige Meinung bekam. Es gab Stellen, die mochte ich gerne, andere gingen dagegen völlig an mir vorbei. Und mit politischem Gedönse konnte ich noch nie irgendwas anfangen, deshalb konnte ich der Story des Stücks auch nicht so wirklich etwas abgewinnen....


Wenige Tage nach "Chess" stand die nächste Premiere auf dem Plan, diesmal führte die Fahrt nach Kassel ins Staatstheater zu "Glam Rock: Queen - Another kind of magic". Damit man nach WWRY den Queen-Pegel nicht abrupt von 100 auf 0 senken musste, haha. Hier handelte es sich nun nicht um ein Musical, sondern eine Hommage an die Band, gespielt vom Staatsorchester Kassel, gesungen von Alex und 3 Kollegen bzw. Kolleginnen.

Blöd war halt, daß der große Andrang auf die Karten auch dort keine langen Überlegungen zuließ, ob man sich die Karten kauft, oder nicht. Und so fühlte sich mein Pleitegeier bei mir weiterhin ausgesprochen wohl, und ließ mich allmählich neidisch auf das Futter meiner Katze schielen...

So gesehen habe ich fast gehofft, Alex lässt es nach all dem Stress mal eine Weile ruhig angehen, bis ich wieder auf einen grünen Zweig gekommen bin oder den Pleitegeier gegen einen Goldesel eingetauscht habe. Aber mal ehrlich: Ist eine komplett Alex-lose Zeit nicht eine noch trübere Aussicht, als zeitweise rote Zahlen auf dem Konto? Na also... ;-)


Dementsprechend freute es mich natürlich, daß es Alex im März und April 2012 zusätzlich zu seinen ganzen Aktivitäten auch noch für ein paar Shows ins Paradies zog. Er spielte den 'Adam' in "Die Tagebücher von Adam & Eva". Das Paradies - ich wollte ja schon immer mal wissen, wie es da aussieht - lag demnach in Berlin und Datteln. Und war gar nicht mal so übel. :-) Genau genommen reichte es in Datteln sogar noch für ein paar Zusatztermine Ende Juni / Anfang Juli.


Die Bielefelder CHESS-Produktion zog im Oktober 2012 nach Altenburg und Gera um, und Alex ist der Produktion als einziger der Hauptdarsteller mitgegangen. Ganz ehrlich gesagt: Ich habe die Bielefelder Cast schon bei meinem 1. Altenburg-Besuch schmerzlich vermisst, die Übertitel waren noch viel interessanter, als stellenweise in Bielefeld, und ich bin ganz froh, daß ich dort nicht so viele Vorstellungen gesehen habe.


Tja, und aus dem Hinterhalt schlich sich dann auch WWRY wieder an: Wie befürchtet spielte Alex auch ein paar Shows der Tourproduktion in Basel und Essen 2012/2013, die dank noch weiterer Überarbeitungen und Änderungen an dem Stück nun langsam echt gar nicht mehr erträglich war. So kam ich nach 2 x Basel und 1 x Essen doch noch zu einer bewusst letzten Vorstellung, und ich hoffe, die war es dann diesmal auch wirklich. Jedenfalls wird es wohl noch lange dauern, bis mein Radio wieder eingeschaltet bleibt, wenn irgendetwas Queen-mäßiges kommt, oder ich gar irgendwann meine tatsächlich noch von früher vorhandenen Queen-Platten und CD's wieder ausgraben gehe (wo war doch gleich nochmal die genaue Stelle, an der ich sie im Garten vergraben habe???)


Ab September 2013 konnte ich mich dagegen schon wieder in Bielefeld heimisch fühlen, wo Alex teuflischerweise in die Rolle des „Darryl van Horne“ in DIE HEXEN VON EASTWICK schlüpfte. Die ersten Shows - vor allem die Premiere - verbrachte ich allerdings damit, mich über die starke Sichteinschränkung in der 1. Reihe aufzuregen, so schlimm habe ich das in PK1 echt noch nie erlebt. Aber irgendwie buchen meine Fingerchen auch trotz einem experimentellen Ausflug auf einen sehr genialen Logenplatz, von dem ich tatsächlich alles sehen konnte, automatisch immer wieder da vorne, haha. Und so freundete ich mich auch mit dem Stück insgesamt immer mehr an. Leider (okay, meinen Geldbeutel freut’s) lagen die Termine meistens ziemlich ungünstig unter der Woche oder auf dem Sonntagabend, so daß ich hier doch auf die viele Vorstellungen verzichten muß / musste, und eigentlich schon ein bißchen traurig bin weil ich meine, es wäre bald schon wieder vorbei, bevor es richtig angefangen hat.


Na ja, und daß ich im Februar 2014 nicht mal eben 7000,00 Euro aufbringen konnte, um Alex an Bord einer 2-wöchigen Schiffsreise nochmal als Tagebuch-schreibenden „Adam“ erleben zu können, darüber müssen wir hoffentlich gar nicht erst reden, oder? Schwacher Trost: Die Strecke Singapur-Hongkong wäre für mich eh nicht so der interessanteste Teil der Welt gewesen…


Nach einem weiteren Abstecher zu einer konzertanten Version von JESUS CHRIST SUPERSTAR (diesmal in München als „Judas“) nuschelte sich Alex ab August 2014 in Berlin bei HINTERM HORIZONT eins als „Udo“ zurecht. ;-) Ich hatte mich direkt zu seiner 2. Show spontan auf den Weg gemacht und wusste nicht, ob ich nun lachen oder weinen soll, so perfekt war Alex bereits an diesem Tag in dieser Rolle. Und genau da lag mein Problem: Er war mir ZU perfekt, von ihm selbst ging mir viel zu viel verloren, wer ihn nicht kennt, der denkt sich „Boah, was für’n geiler Udo-Imitator!“, aber sieht nicht, was und wieviel mehr Alex selbst kann… Dennoch fand ich es schade, als Alex Ende August 2015 dort schon wieder aufhörte, dieses eine Jahr ging viel zu schnell vorbei.


Ostern 2015 mischte sich dann auch nochmal (oder besser gesagt: schon wieder) JESUS CHRIST SUPERSTAR in seine Biografie, und sorgte dafür, daß ich mein „Ich-war-schonmal-Fähnchen“ auf der Weltkarte recht kurzfristig in Wien reinstechen konnte. Da ich eigentlich echt gar keine Lust auf schon wieder JCS hatte, hatte ich ursprünglich ziemlich genervt mit dem Gedanken gespielt, überhaupt nicht zu fahren. Aber dann habe ich es doch nicht fertig gebracht, etwas, das Alex macht, auszulassen - und nachdem ich in Wien doch sehr viel von der Inszenierung aus St. Gallen wiedererkannte, fand ich es sogar fast schade, nur eine Vorstellung besucht zu haben.


Nach einem ziemlich genialen Konzert in seiner Heimatstadt Rheinstetten Anfang Oktober 2015 war Alex dann eine Weile wie vom Erdboden verschluckt, was meine Sicht betrifft. Auch die ein oder andere versuchte Kontaktaufnahme meinerseits verlief ins Leere. Hab mir echt schon Sorgen gemacht!

Auf seinen ersten Auftritt nach dem Wiederauftauchen aus der Versenkung musste ich dann leider auch direkt verzichten, den hatte er nämlich mit dem ORSO-Orchester in Brasilien! Auch die beiden Auftritte mit ORSO im Sommer 2016 in Deutschland musste ich schweren Herzens sausen lassen, für den einen konnte ich keinen Urlaub nehmen, von dem anderen hatte ich zu spät erfahren und war schon anderweitig verplant. Das Warten auf ein Wiedersehen mit Alex ging also weiter.


Ebenso habe ich es im Dezember 2016 erneut nicht nach Litauen geschafft (und mich nicht getraut…), wo er diesmal wieder einmal für ein paar konzertante Aufführungen von JESUS CHRIST SUPERSTAR unterwegs war. Irgendwann traue ich mich nach Litauen, ich schwör’s!

Aber so tragisch war der Verzicht auf Litauen nicht mehr, denn im Oktober hatte ich Alex  dann endlich bei „Another kind of magic“ in Gelsenkirchen wiedergesehen (vielen Dank nochmal an den Zufall, der uns beide vorher schon gleichzeitig in die Fußgängerzone geführt hat!) Und ab November 2016 übernahm Alex erneut die Hauptrolle des „Udo“ in HINTERM HORIZONT, diesmal in Hamburg und diesmal als Erstbesetzung (falls jetzt jemand aufschreit, dass das nur auf den Unfall von Serkan Kaya zurückzuführen ist: NEIN, für Hamburg war Alex von Anfang an als Erstbesetzung vorgesehen, Serkan hätte nur 5 Shows gespielt!)

Seitdem versuche ich nun also einigermaßen regelmäßig nach Hamburg zu fahren, bis dort Ende Oktober 2017 auch schon wieder Schluss ist, und ich erneut hoffen muss, Alex nicht komplett aus den Augen zu verlieren…



Trotz allem: Am liebsten wäre es mir  jederzeit gewesen, die Kollegen Glück und Zufall hätten sich nun endlich mal eingemischt, damit Alex nur noch mit seiner eigenen Musik rocken kann…



Ach ja, neben den ganzen Musicals und seinen eigenen wenigen Konzerten war und ist Alex natürlich auch noch bei anderen Live-Gelegenheiten zu bewundern, wie z.B. bei diversen Konzerten des von der Kölner WWRY-Band ins Leben gerufenen Projekts "We Rock", der Queen-Tribute-Show „Glam Rock - Another kind of magic in Kassel“ (bei der ich immerhin meine Vorliebe für’s Fernbus-Fahren entdeckte), oder auch ein paar Benefiz-Galas. Aus diversen Gründen wie z.B. Interesselosigkeit, Geld- und Zeitmangel oder vor allem auch meiner ziemlich ausgeprägten Allergie gegen Cover-Bands und Tränendrüsendrück-Galas habe ich diese Auftritte aber nicht alle mitgenommen.

Was aber noch viel wichtiger ist: Die weiter oben erwähnten Schwierigkeiten haben sich inzwischen so ziemlich erledigt, Alex und ich gehen wieder normal miteinander um. Wie froh ich darüber bin, muß ich wohl nicht erwähnen!? Die Bio, aus meiner Sicht geschrieben, wird also wohl weiterhin ihre Fortsetzung finden... ;-)

Die Bio von Alex Melcher…

...mal aus der Sicht von einem Fan geschrieben. Genau gesagt, aus meiner. :-)